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Frau Dörte Brankatschk
Netzwerk kulturelle Bildung

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Kulturelle Bildung

„Nur durch frühzeitige Heranführung an die bildenden Künste, an Musik und Theater können aus Kindern und Jugendlichen rundum gefestigte, kreative und innovationsfreudige Menschen werden, die in der Lage sind, unser kulturelles Erbe als Bereicherung ihres Lebens zu erkennen.“
Karin v. Welck, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder

Warum Kunst und Kultur für Kinder und Jugendliche unverzichtbarer Teil ihres Werdens sind, haben Neurologen, Erziehungswissenschaftler, Entwicklungspsychologen, Soziologen und Politiker längst umfassend beschrieben.

Der Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien umfasst grenznahe Regionen. Hier ist kulturelle Bildung auch immer interkulturelle Bildung. „Wer seine eigenen kulturellen Wurzeln nicht mehr kennt, wird alles Fremde als Bedrohung empfinden“, sagt Jan Hendrik Olbertz, Kulturminister des Landes Sachsen-Anhalt. Kulturorte sind bestens geeignet für interkulturelle Kompetenzentwicklung. Mit kulturellen Projekten lernen Kinder und Jugendliche Vielfalt zu leben. Das heißt, kulturelle Bildung ist für den interkulturellen Dialog von besonderer Bedeutung.

Für die Gestaltung eines professionellen, bedarfsgerechten Angebotes im Bereich kulturelle Kinder- und Jugendbildung müssen Schulen, Künstler und Kultureinrichtungen neue Handlungsräume eröffnen. Der Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien möchte dieses Prozess aktiv mitgestalten.

Im Dezember 2006 startete - maßgeblich auf Initiative des Sächsischen Kultursenats - im Kulturraum ein Pilotprojekt zur Förderung der professionellen und nachhaltigen Zusammenarbeit von Schulen, Künstlern und Kultureinrichtungen im Bereich der kulturellen Kinder- und Jugendbildung. Im Mittelpunkt des Projektes steht der Aufbau eines Netzwerkes kulturelle Bildung im Kulturraum.

Kulturelle Bildung ist eine Querschnittsaufgabe mit vielen Akteuren, mit unterschiedlichen Bildungsbegriffen und Zielen. Aufgabe des Netzwerkes ist es das Bewusstsein einer nur partnerschaftlich zu bewältigenden Verantwortung zu stärken, Partnerschaften zu initiieren und zu unterstützen.

Das Netzwerk fördert die gemeinsame Entwicklung von möglichst langfristigen und professionellen Angeboten im Bereich der kulturellen Kinder- und Jugendbildung. Ausgehend vom Bedarf der jeweiligen Bildungseinrichtung und unter Nutzung der bestehenden Kapazitäten der kulturellen Einrichtungen. Neben der Initiierung konkreter Projekte geht es vor allem um die Begleitung des systematischen Aufbaus von stabilen und nachhaltigen Strukturen, etwa durch Qualifizierung von Künstlern im pädagogischen Bereich oder die Weiterbildung von Lehrern. Weiterer Schwerpunkt der Netzwerkarbeit ist die Sicherung und Weitergabe von Erfahrungen.

Kultureinrichtungen und Künstler im Kulturraum sind wichtige Partner in diesem Prozess. Im Schuljahr 2007/08 starten auf Netzwerkinitiative sieben Impulsprojekte im Bereich Theater. Kooperationspartner für diese Patenschaftsprojekte ist das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen. Zukünftig werden weitere Kooperationen von Schulen mit verschiedenen Kultureinrichtungen und Künstlern initiiert und begleitet.